Erfolgreiche Aktion der Bürgerinitiative Für den Hauptsmoorwald

Bürgerinitiative Für den Hauptsmoorwald

Hauptsmoorwald. Foto: Peter Enzenberger

Es hätte keinen besseren Tag geben können für eine Aktion gegen die geplanten Rodungen im Hauptsmoorwald. Der internationale Tag des Baumes! An diesem Tag setzte die Bürgerinitative ein weiteres Signal gegen die Pläne der Stadt sowie des Freistaats Bayern, der am Eingang des Hauptmoorwalds eine Liegenschaft der Polizei errichten möchte.

Bereits um 18 Uhr hatten sich am geplanten Standort der neuen Polizeiinspektion 150 Bürgerinnen und Bürger versammelt, um sich dem Protest der Bürgerinitiative anzuschließen.

Ungefähr drei Hektar Wald müssen für das Vorhaben des Freistaates Bayern gerodet werden. Um die Größe dieses Gebiets zu verdeutlichen wurde es von den Anwesenden, aufgeteilt in drei Gruppen, umlaufen und mit Farbbändern umspannt.

Ein Mitglied der Bürgerinitiative hat vorher anhand von Plänen die geplanten Bauvorhaben erläutert. Außerdem wurde ausführlich erklärt, dass die bis jetzt untergeordnete Armeestraße ausgebaut werden soll. Als zukünftiger Zubringer für die Polizeistation wird sie eine 10 Meter breite Fahrbahn mit zwei Fahrspuren und je einer Abbiegespur haben, zusätzlich Geh- und Radwege, sowie eine Vorrichtung für den Lärmschutz, so dass die Gesamtbreite sich auf 18 Metern belaufen wird. Des Weiteren wird ein Kreisverkehr an der Ecke Moosstraße/Armeestraße errichtet werden.

Damit nicht genug: Für das geplante Industrie- und Gewerbegebiet an der Geisfelderstraße, das übrigens größer als der Laubanger werden wird, müssen über 60 Hektar Wald gerodet werden. Erschlossen wird es mit drei Kreisverkehren verbunden mit einer vierspurigen Straße, die in die Armeestraße mündet.

Das Entsetzen und die Betroffenheit über diese Pläne konnte man in den Gesichtern der Menschen ablesen. „Ist das riesig“, war der häufigste Kommentar des Abends. Die Beteiligten waren erschrocken, denn durch das Umspannen und Ablaufen des Gebiets wurde die abstrakte Zahl „drei“ Hektar visuell greifbar. Viele, viele Bäume müssten für ein Polizeigebäude gerodet werden, sehr groß ist die Fläche mitten im Wald. Und dabei nur winzig im Vergleich zu den Plänen für das Industrie- und Gewerbegebiet. Viele haben vor Ort die Petition der Bürgerinitative unterschrieben, in der gefordert wird, Alternativflächen für die Errichtung der neuen Liegenschaft der Polizei zu suchen.

Bereits letzte Woche sah sich Bürgermeister Dr. Lange mit den Protest gegen die geplanten Bauvorhaben bei einer Diskussionsveranstaltung im Pfarrheim von St. Anna konfrontiert. Dort haben die Mitglieder der Bürgerinitiative ihre Gegenargumente sachlich, kompetent und fundiert vorgetragen. Unterstützung fanden sie in vielen weiteren Beiträgen der Bürger, die sich auch gegen die Planungen aussprachen. Keine einzige Person im Saal hat sich letzte Woche für die Bauvorhaben von Freistaat Bayern und der Stadt Bamberg stark gemacht – auch das war ein deutliches Signal, das nicht ignoriert werden darf!

 

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