Warnstreiks in Bayern begleiten dritte Verhandlungsrunde bei der Telekom

ver.di Bayern
Streikende bei der Kundgebung in der Bamberger Gartenstadt. Foto: ver.di

Streikende bei der Kundgebung in der Bamberger Gartenstadt. Foto: ver.di

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen bei der Deutschen Telekom AG wird von vollschichtigen Warnstreiks auch am Mittwoch, den 23. März 2016 sowohl bundesweit als auch in Bamberg begleitet.

Die Verhandlungen für die rund 63.000 Tarifangestellten und Auszubildenden bei der Telekom wurden am Dienstag fortgesetzt. Die ersten beiden Runden in Berlin und Bonn waren ohne Ergebnis vertagt worden.

In Bamberg beteiligten sich mehr als 100 Beschäftigte der Deutschen Telekom Technik am Warnstreik. „Die Beschäftigten erwarten mit Spannung den Verlauf des zweiten Verhandlungstages“, sagte Stefan Hofmann, regionaler ver.di Arbeitskampfleiter, „die Stimmung im Streiklokal sei gut und kämpferisch.“

„Das Arbeitgeberangebot ist völlig unzureichend, die Inhalte sind meilenweit von den ver.di Forderungen entfernt. Es sind erhebliche Veränderungen beim ,Angebot‘ erforderlich, um eine Eskalation in dieser Tarifrunde zu verhindern“, berichtete Maik Gütlein-Drechsler, Sprecher der ver.di Betriebsgruppe Telekom Bamberg.

Dr. Manfred Böhm von der katholischen Betriebsseelsorge des Erzbistums Bamberg sprach den Arbeitskämpfern Mut zu: „Solidarität sei ein hohes Gut und Tarifverhandlungen ohne das Recht zum Streik wären nicht mehr als kollektives Betteln.“

ver.di fordert unter anderem eine tabellenwirksame Entgelterhöhung um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine Komponente zur überproportionalen Anhebung der unteren Einkommen. Darüber hinaus soll der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen verlängert werden. Die Höhe der Ausbildungsvergütungen und der Vergütungen für duale Studenten soll um 60 Euro angehoben werden.

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