Gemeinsam für einen sicheren Schulweg – Verkehrssicherheitskampagne zum Schuljahresbeginn

Mitteilung der Stadt Bamberg
Viele Mitstreiter für ein gemeinsames Ziel: die größtmögliche Sicherheit für die Kinder auf dem Schulweg. Foto: Pressestelle Stadt Bamberg

Viele Mitstreiter für ein gemeinsames Ziel: die größtmögliche Sicherheit für die Kinder auf dem Schulweg. Foto: Pressestelle Stadt Bamberg

„Wir wollen erreichen, dass jedes Kind sicher in die Schule und wieder nach Hause kommt“, formulierte Bürgermeister Dr. Christian Lange das klare Ziel der Kampagne zur Schulwegsicherheit, die am letzten Ferientag an der Bushaltestelle Neuerbstraße vor der Rupprechtschule vorgestellt wurde.

Schauplatz des Pressetermins war nicht zufälligerweise ein Bus der Stadtwerke Bamberg. Denn diese führen in diesem Jahr vom 21. bis zum 25. September bereits zum siebten Mal ihre „Verkehrssicherheitstage“ durch. Jahr für Jahr nehmen insgesamt rund 1.500 Schülerinnen und Schüler aller Bamberger Grundschulen an dem Programm teil und lernen auf spielerische Weise das richtige Verhalten im Straßenverkehr – als Fußgänger, Radfahrer oder auch als Fahrgast im Stadtbus.

In diesem Jahr wurden auf Initiative von Bürgermeister Dr. Christian Lange „alle Kräfte gebündelt, um den Schulweg noch sicherer zu machen“: Polizei, Stadtmarketing, Verkehrswacht, Stadtwerke Bamberg, die Firma Stroer sowie die Sparkasse Bamberg und die Genossenschaft VR Bank Bamberg eG beteiligten sich an der diesjährigen Aktion. So wurden etwa, finanziert von den Stadtwerken Bamberg, zusätzlich fünf Banner und 200 Plakate im Stadtgebiet aufgehängt, die auf den Schulanfang aufmerksam machen und zu mehr Achtsamkeit appellieren. Wie in jedem Jahr wird außerdem jedem Schulanfänger kostenlos eine gelbe Schirmmütze übergeben, damit die Kinder im Straßenverkehr für Auto- und Motorradfahrer besser sichtbar sind. Gesponsert werden diese im jährlichen Wechsel von der Sparkasse Bamberg und der VR Bank.

In den ersten zwei Wochen nach Schulbeginn wird es zusätzlich eine spezielle Überwachung der Schulwege durch die Polizei geben. Bereits im Vorfeld wurde eine Überprüfung von Ampelanlagen, Fahrbahnmarkierungen im Umfeld der Schulen vorgenommen. Geschwindigkeitskontrollen und die Überprüfung des richtigen Verkehrsverhaltens der Erwachsenen gehören ebenfalls zum „Programm“ der Polizei. Und natürlich sind auch die Schülerlotsen und Schulweghelfer ein unverzichtbares Element der Schulwegsicherheit.

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Schüler im Grundschulalter wieder angestiegen, zudem werden in diesem Jahr sich auch viele Flüchtlingskinder erstmals auf den Schulweg in Bamberg machen. „Jeder Unfall, der auf dem Schulweg passiert, ist einer zu viel. Ich danke daher allen Sponsoren und Unterstützern unserer Aktion ganz herzlich“, so Bürgermeister Dr. Christian Lange abschließend.

Ein Gedanke zu „Gemeinsam für einen sicheren Schulweg – Verkehrssicherheitskampagne zum Schuljahresbeginn

  1. Bunte Plakate aufzuhängen, ist wohlfeil. Warum aber weigert sich die Polizei trotz tagelanger Anwesenheit zu Schulbeginn seit Jahren, im Grundschulumfeld das illegale Gehwegparken, welches die Kinder auf die Fahrbahn zwingt, anzugehen?

    Welche „Überprüfung des richtigen Verkehrsverhaltens der Erwachsenen“ meint die Polizei? Erkennt doch sogar die Staatsanwaltschaft im absichtlichen Abdrängen von Radfahrern durch Autofahrer in Richtung Bordstein oder auf Nachbarfahr- bzw. Parkstreifen weder eine Verkehrsgefährdung noch strafbares Verhalten. Anfang dieser Woche erst wurden mein schulpflichtiger Nachwuchs und ich, mit dem Fahrrad unterwegs, mehrmals kurz hintereinander mit hoher Geschwindigkeit und zehn, vielleicht fünfzehn Zentimetern Seitenabstand überholt.

    Die gelben Schirmmützen mögen putzig aussehende Accessoires sein. Tatsächlich sind sie Kapitulation signalisierende Umkehrung der Verantwortung. Denn ein Fahrzeug darf laut Straßenverkehrs-Ordnung nur so schnell gefahren werden, daß jederzeit innerhalb des übersehbaren Bereichs angehalten werden kann – bezogen auf unbeleuchtete Hindernisse und Personen. Eine Gefährdung von (u. a.) Kindern ist durch Herabsetzen der Geschwindigkeit und jederzeitige Bremsbereitschaft sicher auszuschließen.

    Zudem verunglücken Kinder wesentlicher häufiger bei nachmittäglichen Freizeitaktivitäten im Verkehr als auf dem Schulweg. Dies anzugehen, erforderte aber eine insgesamt menschengerechte Gestaltung des Verkehrs. Solange Behörden einschließlich Polizei und Politik indes vornehmlich die vermeintlichen Bedürfnisse der Autofahrer im Blick haben, wird sich voraussichtlich nichts Entscheidendes zum Besseren ändern.

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