Sie schenken nicht nur Blut, sondern auch Hoffnung

Mitteilung vom Blutspendedienst des BRK
Insgesamt 46.775 Blutspenden von 485 Menschen – das ist die Bilanz der Spenderehrung in Bamberg. Foto: BRK

Insgesamt 46.775 Blutspenden von 485 Menschen – das ist die Bilanz der Spenderehrung in Bamberg. Foto: BRK

Blutspender aus der Region Bamberg geehrt

Jeder von ihnen hat schon 75, 100, 125, 150 oder sogar 175 Mal Blut gespendet, um verletzten und schwerkranken Mitmenschen zu helfen: Gestern hat der Blutspendedienst (BSD) des Bayerischen Roten Kreuzes in Bamberg 485 besonders treue Spender aus ganz Oberfranken geehrt, darunter auch 77 aus der Region Bamberg. Um dieses wichtige Engagement zu würdigen, hat sich der BSD mit einer überregionalen Veranstaltung bedankt.

Bei der Feier in der Konzert- und Kongresshalle bekam der „anonyme Patient“, der auf das Blut anderer Menschen angewiesen ist, ein ganz persönliches Gesicht: Zu Gast war der 24-jährige Extremsportler Felix Brunner, der nach einem schweren Kletterunfall im Jahr 2009 rund 800 Blutkonserven erhielt. Noch heute sitzt der junge Allgäuer im Rollstuhl; seine Lebensfreude, sein positives Denken und seine Zielstrebigkeit hat er jedoch immer behalten: Im August 2013 gelang es ihm sogar, mit einem speziellen Handbike die Alpen zu überqueren – ohne den Einsatz zahlreicher Blutspender hätte er vor vier Jahren den Kampf um sein Leben verloren.

Der Kabarettist Chris Boettcher sorgte dafür, dass bei der Ehrung auch das Lachen nicht zu kurz kam. Bekannt ist er unter anderem durch seine Parodien auf Lothar Matthäus, Franz Beckenbauer und Jogi Löw; seine Botschaft an die Blutspender: „Ich war 20 Monate Zivi auf der Intensivstation. Dort habe ich gesehen, wie viel Blut alleine bei einer Hüftoperation benötigt wird. Spenden Sie also bitte fleißig weiter!“ Und auch Michael Sporer, der beim Bayerischen Fernsehen Sendungen wie „Blickpunkt Sport“ und „Wir in Bayern“ moderiert und durch diesen besonderen Abend führte, zeigte sich beeindruckt: „Insgesamt 46.775 Spenden – was für eine Leistung! Das verdient Respekt.“

Über das Engagement seiner Spender freut sich auch der Blutspendedienst des BRK: „Blut zu Transfusionszwecken kann nicht in ausreichender Menge künstlich hergestellt werden. Deshalb sind wir auf Spenderblut angewiesen, um alle Patienten versorgen zu können“, betont BSD-Geschäftsführer Georg Götz. „Wir danken besonders denjenigen ganz herzlich, die regelmäßig zur Blutspende kommen – Sie schenken anderen Menschen nicht nur Blut, sondern auch Hoffnung.“

Warum ist Blutspenden beim BRK so wichtig?

Allein in Bayern werden täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden; damit ist jede Blutspende Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Menschen eine Überlebenschance gibt.

Wer kann Blut spenden?

Blutspenden kann jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 69 Jahren. Blutspenden in höherem Alter sind nach individueller Entscheidung der Ärzte des BRK Blutspendedienstes möglich. Frauen können viermal, Männer sogar sechsmal innerhalb von 12 Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Terminen muss ein Abstand von mindestens acht Wochen liegen. Mitbringen sollen die Blutspender/innen ihren Blutspendeausweis, bei Erstspendern reicht ein amtlicher Lichtbildausweis.

Blutspendetermine und Informationen

(auch zum kostenlosen Gesundheitscheck) sind unter der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes 0800 11 949 11 zwischen 7.30 Uhr und 18.00 Uhr oder unter www.blutspendedienst.com im Internet abrufbar.

Der Blutspendedienst des BRK

Der Blutspendedienst des BRK (BSD) wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 700 engagierten Mitarbeitern organisiert der BSD jährlich etwa 5.000 Blutspendetermine in 65 bayerischen Landkreisen.

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