Grüne starten Petition für bessere Bahnwaggons

Eine Mitteilung der GAL-Bamberg

Neue Nahverkehrszüge in Bamberg bieten zu wenig Platz und sorgen deshalb für Ärger

Wer in diesem Jahr Nahverkehrszüge zwischen Bamberg und Nürnberg oder den Franken-Thüringen-Express genutzt hat oder dies gar täglich tun muss, der hat sich mit größter Wahrscheinlichkeit schon mehrfach über mangelnde Sitzplätze und überfüllte Waggons geärgert. Denn seit Anfang 2013 wurden die beliebten Doppelstockzüge durch neues Wagenmaterial ersetzt, das über weit weniger Sitzplätze und auch sonstige Stellplatzangebote, z.B. für Rollstühle, Fahrräder oder Gepäck, verfügt.

Die Bamberger Grünen hatten sich bereits mit Schreiben an die zuständigen Bahnstellen gewendet, waren damit zwar auf Verständnis, aber doch vor allem Vertröstungen gestoßen. Damit wollten sie sich nicht zufrieden geben und starten nun eine Petition an den bayerischen Landtag: Während der Ferien wollen sie möglichst viele Unterschriften (auf Papier oder online) sammeln, damit die Bahn auf dieser Strecke wieder Waggons einsetzt, die ausreichend Platz bieten. Der Initiator der Petition, GAL-Stadtrat Andreas Reuß: „Gerade die viel befahrene Strecke zwischen Bamberg und Nürnberg muss attraktiv und angenehm zu nutzen sein, sonst steigen die Leute wieder aufs Auto um – und das können wir uns verkehrs- und umweltpolitisch nicht leisten.“

Am Mittwoch, den 31.7. – 15 Uhr startet die Aktion an Gleis 5 / Bahnhof Bamberg.

Die Unterschriftenlisten zum Herunterladen sind auf www.gal.bamberg.de zu finden, dort auch der Link zur Online-Petition. Die Frist läuft bis zum Ferienende am 7.9.2013.

8 Gedanken zu „Grüne starten Petition für bessere Bahnwaggons

  1. Kinderwägen und Rollstühl sind trotzdem ein relevantes Thema. Dabei sollte aber auch die Häufigkeit kaputter Aufzüge in Bamberg, ebenso wie das völlige Fehlen von Aufzügen in Forchheim ins Visier genommen werden.

  2. Die GAL wieder! Scheint mal keine Ahnung zu haben. Die Bahn hat nichts mit Franken-Thüringen-Express zu tun. Sie fährt nur im Auftrag der Franken Omnibus GmbH und die hat vor ein paar Jahren, das Ausschreiben bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft gewonnen. So liegt die Sache beim Freistaat Bayern und warum wenden sich Grüne nicht an ihren Kollegen im Landtag??
    Vermutlich GAL-PR zur Landtagswahl bzw. Bundestagswahl.

    • Die GAL hat selbstverständlich den „Dienstweg“ eingehalten und sich zu allererst Anfang Juni 2013 mit einem Schreiben an die Besteller der Leistung, nämlich an die Bayerische Eisenbahngesellschaft gewandt. Diese hat nicht nur ausweichend geantwortet, sondern die Verantwortung auch noch an die DB Regio abgeben wollen.
      Der nächste Adressat ist der Bayerische Landtag, weil dieser und der Nochverkehrsminister Zeil der Bayerischen Eisenbahngesellschaft sagen können, dass die Bahn bitte schön den Service für die Fahrgäste nicht schlechter, sondern besser machen soll.

    • Warum gleich jemanden angreifen, wenn man noch nicht mal weiß, worum es geht!

      Es geht weniger darum, wer die S-Bahn oder wer die Regio-Züge bestellt! Es geht um die neu rollenden, aber jetzt schon schrottwürdigen Talent2. Die fahren sowohl für die S-Bahn als auch für Regio.

      Und diese maroden Züge hat einzig die Bahn zu verantworten! Sie alleine hat die Bestellung der Billigst-Produkte von einer kanadischen Firma zu verantworten! In den Kübeln gehen Türen nicht auf und Toilettennutzung ist Glücksache! Und frag mal Triebwagenführer zum Thema Heizung – die lynchen Dich!

      Wenn man von Ahnung spricht, sollte man selbst eine haben!

      • Keine Ahnung von wegen.
        Ich bin mindestens 3 Jahre lang von Saalfeld nach Gera gefahren. Und 5 Jahre alle 6 Wochen von Pressig-Rothenkirchen nach Ingelheim am Rhein gefahren.
        Dabei war Würzburg das Nadelöhr und die schönen Doppelstockzüge waren rabbelt voll oder schon weg.

        Grundsätzlich liegt es an der Politik und dazu gehören nun auch mal die Grünen (GAL), weil die will möglichst wenig Geld ausgeben wollen.

  3. Bei den angesprochenen Bahnverbindungen handelt es sich doch
    meines Wissens nach um ‚bestellten Nahverkehr‘. Die Anzahl der
    Plätze wurde also wohl vom Freistaat Bayern bei der Ausschreibung
    so vorgegeben.

    • Genau, so sehen wir das von der GAL auch, deshalb haben wir uns auch als aller Erstes im Juni d.J. an die Bayerische Eisenbahngesellschaft gewandt (siehe Antwort auf den Kommentar oben).
      Die nächste Instanz ist der Bayerische Landtag. Bitte unterstützen!

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