2. Platz beim Sparda-Zukunftspreis für „Kultur.Klassen“

Volker Köhler (Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Nürnberg), Oliver Will (Kultur- und Schulservice Bamberg), Stefan Schindler (Vorstandsmitglied der Sparda-Stiftung), Nicole Schlosser (Kultur- und Schulservice Bamberg), Dr. Günther Beckstein (Bayerischer Ministerpräsident a. D.) bei der Preisverleihung in Nürnberg. Foto: Sparda-Bank Nürnberg

Bamberger Pilotprojekt erneut ausgezeichnet

Nach dem MixedUp-Preis der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. hat das Kultur.Klassen-Projekt beim Sparda-Zukunftspreis 2012 den 2. Platz errungen. Ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro geht somit an das Bamberger Pilotprojekt.

Die feierliche Preisverleihung fand am 6. Dezember unter der Schirmherrschaft des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein in Nürnberg statt. Mit dem Zukunftspreis „Bildung für Kinder“ zeichnet die Sparda-Bank-Stiftung Vereine, Initiativen, Institutionen oder auch Einzelpersonen aus, die mit neuen Ideen und Ansätzen die Chancengleichheit beim Zugang zu Bildungsmöglichkeiten fördern und Bildung für Kinder als nachhaltiges, emotionales Erlebnis inszenieren. Über die Verleihung des Sparda-Zukunftspreises entschied eine mit hochkarätigen Vertretern aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft besetzte Jury.

„Der Sparda-Zukunftspreis ist eine tolle Anerkennung für die Arbeit unseres ganzen Teams und die unserer vielfältigen Kooperationspartner aus Kultur & Schule“, freuten sich die beiden Projektinitiatoren, Oliver Will und Nicole Schlosser vom Kulturamt der Stadt Bamberg, über die Auszeichnung. Das seit zwei Jahren laufende Modellprojekt Kultur.Klassen zielt darauf ab, kulturelle Bildung nachhaltig und langfristig im Schulunterricht bzw. im Kindergartenalltag von interessierten Bamberger Bildungseinrichtungen integrieren.

„Die Kultur.Klassen wollen vorhandene Ressourcen in Stadt und Landkreis, nämlich die kulturellen Bildungsangebote von Kulturschaffenden und Künstlern, bündeln und diese an die Bildungseinrichtungen heranzuführen. So können kontinuierlich und langfristig Kooperationen an Schulen und Kindertagesstätten etabliert und das Lernen nachhaltig verändern werden“, erläutern Schlosser und Will ihr Projekt. Entscheidend sei, dass keiner Einrichtung etwas „übergestülpt“ wird, sondern dass das Kultur.Klassen-Konzept mit jedem Partner individuell ständig weiterentwickelt wird. So wird sichergestellt, dass jede Kultur.Klasse optimal von den Angeboten an kultureller Bildung profitiert. „Die Kultur.Klassen sind bundesweit einmalig. Bamberg geht hiermit einen wichtigen Schritt in die Zukunft. Das Projekt ist richtungsweisend“, betonte Kultur- und Schulreferent Bürgermeister Werner Hipelius.

Im Rahmen des Projekts arbeiten über 60 qualifizierte, kulturpädagogische Kooperationspartner in über 200 Projekten (Tanz, Literatur, Theater, Zirkus, Umwelt, Musik, Bildende Kunst, Architektur u.v.m.) mit derzeit 14 Bildungseinrichtungen aus Stadt und Landkreis Bamberg zusammen. Die Spannweite reicht von der Kindertagesstätte, über Grund-, Förder-, Mittel-, Wirtschafts- und Realschule sowie Gymnasium bis zur Fachoberschule. Neben aktiven Projekten besuchen die Klassen Theaterstücke, Konzerte oder erhalten altersgerechte Führungen. Gerade für Kinder und Jugendliche aus ländlichen Gebieten sowie aus sozial schwächer gestellten Familien ist das Projekt oftmals die einzige Gelegenheit, Kulturinstitutionen wie z.B. Museen zu besuchen.

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