Was haben der 1. FC Nürnberg und das Poetenfest in Erlangen bisher gemeinsam?

Karin Zieg

Was haben der 1. FC Nürnberg und das Poetenfest in Erlangen bisher gemeinsam?
Nein, nicht die schönen Beine und nicht die fränkische Nachbarschaft. Sondern: Sie werden beide von AREVA gesponsert.
AREVA ist zu rund 98 % im Atomkraftgeschäft tätig. Die AREVA-Gruppe, die sich aus verschiedenen europäischen Einrichtungen der Atomindustrie gründete, ist vor allem beim Uranabbau in Afrika tätig, aber auch bei den CASTOR-Transporten zwischen Gorleben und La Haque, sie transportieren für Frankreichs staatliche Atomkraftfirma französische strahlende Atomabfälle nach Sibirien zum Lagern unter freiem Himmel.
In Erlangen hat sich schon im letzten Jahr eine Iniative aus kernkraftfreien Menschen gefunden, die zukünftig das Erlanger Poetenfest ohne Uranstaub finanzieren wollen (hier). Dass die Stadt Erlangen die 15.000 Euro – das Poetenfest-Sponsoring aus Bürgerhand – abgelehnt hat und dafür lieber erneut dem international kritisierten Atomkonzern den Zuschlag gab, verwunderte viele Besucherinnen und Besucher des Poetenfestes.

Veranstaltung zum Thema:
Uranabbau, Areva und die Folgen
Donnerstag, 11.10.2012, 19.30 Uhr im Erlanger E-Werk

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