Rosenstadt Bamberg

Pimpinella Dotterweich

Rosenstock. Foto: kve

Bamberg präsentiert sich natürlich zu allen Jahreszeiten reizvoll, mir persönlich ist es aber jetzt am liebsten, wenn überall die Rosen blühen und duften. Und dabei denke ich nicht primär an das älteste fränkische Rosarium im Hof der Neuen Residenz, wo in den nächsten Wochen über 4500 Rosenstöcke (von gut 50 verschiedenen Sorten) zur Blüte kommen werden. Am meisten faszinieren mich die vielen großen und kleinen Rosenstöcke überall im Straßenbild, die von ihren Besitzern übers Jahr hinweg liebevoll gehegt und gepflegt werden, bis sie in diesen Tagen ihre Farbenpracht entfalten. Sie setzen der ohnehin zauberhaften Stadtkulisse sozusagen das sprichwörtliche i-Pünktchen auf.

Als Abendländer haben wir es im Laufe von Jahrhunderten kulturell verinnerlicht, Rosen mit Liebe, Freude und Jugendfrische zu verbinden; und vielleicht auch ein wenig mit Dornen und süßem Schmerz. Nicht zu knapp strömen diese Assoziationen derzeit der Aura unserer Stadt zu, wo sie sich äußerst harmonisch mit Kellerbier, Brückenelend, Symphonikerklang, ICE-Trassen-Drohung, Basketballfinalstimmung, Touri-Schweiß und vielen anderen Aromen wunderbar verbinden.

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