Kettenbrücke konsequent verkehrsberuhigen

Kettenbrücke. Foto: Erich Weiß

GAL beantragt Verlängerung der Fußgängerzone bis zur Königstraße

„Es wirkt wie halb gekonnt, aber nicht ganz gewollt.“ So bezeichnet GAL-Stadtrat und OB-Kandidat Wolfgang Grader den Eindruck, den er von der jetzigen Verkehrssituation auf der Kettenbrücke hat. „Ziel war eine Brücke mit Aufenthaltsqualität, vielen Sitzgelegenheiten und reduziertem Verkehrsaufkommen, womit man nicht zuletzt auch die Laufkundschaft von der Fußgängerzone hin zur Königstraße locken wollte“, ruft er die Zielsetzung des Stadtrats in Erinnerung. „Derzeit haben wir aber dasselbe wie vorher: Eine Brücke mit Fußgängerwegen am Rande, auf die sich die FußgängerInnen brav zurückziehen, und einer Fahrbahn in der Mitte, wo schnell gefahren wird.“
Damit würden nicht einmal die derzeitigen Verkehrsregeln beachtet, stimmt auch der verkehrspolitische Sprecher der GAL, Peter Gack, seinem Kollegen zu. Denn im verkehrsberuhigten Bereich (bekannt auch als Spielstraße), der von der Hauptwach- bis fast zur Königstraße gelte, dürften eigentlich alle VerkehrsteilnehmerInnen die gesamte Fläche gleichberechtigt nutzen und Autos müssten Schritttempo fahren.
Die GAL-StadträtInnen glauben, dass dies an der „halbherzigen Umsetzung“ der selbst gesteckten Ziele liegt. Mit ihrem jetzt gestellten Antrag wollen sie deshalb noch einen Schritt weiter gehen und den gesamten Bereich von der Hauptwachstraße über die Kettenbrücke bis zur Königstraße zur Fußgängerzone machen. „Lieferverkehr dürfte dann nur zu den üblichen Zeiten dort hineinfahren, wie in der schon bestehenden Fußgängerzone. Die Karstadt-Tiefgarage könnte man, wie das auch schon von Verkehrsexperten vorgeschlagen wurde, über eine neue Verkehrsführung via Stangstraße erschließen“, erklärt Gack.
Mindestens aber will die GAL erreichen, dass der verkehrsberuhigte Bereich der Kettenbrücke auch für die gesamte Kettenbrückstraße gilt und dass „die unsinnige 10 Meter lange Tempo-20-Zone aufgehoben wird“. Außerdem soll die Beschilderung bzw. Straßengestaltung deutlicher als jetzt aufzeigen, dass hier alle VerkehrsteilnehmerInnen gleichrangig sind und Schrittgeschwindigkeit gefahren werden muss.

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