Shareholder-Value oder Nächstenliebe?

Werner Schwarzanger

Heiner Geißler: Kann man noch Christ sein, wenn man an Gott zweifeln muss?

Nur als Mensch, nicht als Politiker“ eröffnet der ehemalige Sozial- und Gesundheitsminister sowie Generalsekretär der CDU in seinem neuen Buch eine Frage, die es in sich hat: Bleibt Christsein selbst in dem Fall noch möglich, dass es einen gütigen Gott nicht gibt Weiterlesen

Peter Sloterdijk: Manege frei für die neue Übelite

Werner Schwarzanger

Nach Gott“: dieses Sloterdijk-Brevier enthält Aufsätze, Vorträge und Vorworte, die zwischen 1993 und 2017 entstanden sind. Welchen Standpunkt der postmoderne Epiphilosoph selbst zuletzt eigentlich einnimmt, verrät der Band nicht. Registriert er standpunktlos objektiv als „einer der akkuratesten Diagnostiker unserer Zeit“ (Slavoi Žižek) lediglich aktuelle Sprachspiele auf der Bühne des posttheologischen Denkens? Oder fahndet er als „Denker der Lebenslust“, wie manche finden, auf Nietzsches Spuren nach einem neuen Lebenssinn nach Gottes Tod? Im vorliegenden Band profiliert sich das unter dem Markenzeichen „Peter Sloterdijk“ zusammengefasste Dividuum durch dreierlei kaum zu vereinbarende Sprachspiele. Eines davon plädiert für das Comeback der Gnosis, das seit 1946, als in Nag Hammadi in der ägyptischen Wüste eine „gnostische Bibliothek“ gefunden wurde, anstehe. „Aus der Tiefe der Zeiten“ ergehe seither an uns letzte Menschen der Wink, mit einem „westlichen Nirvana-Konzept“ die „Urverneinung“ und damit den Aus- und Aufbruch ins ganz Andere neu zu starten. Sind wir doch, wie uns Sloterdijk in diesem Sprachspiel versichert, zwar in, aber mitnichten von dieser Pfuschwelt. Zeit also für die Wiederentfachung der „metaphysischen Revolte“. Brechen wir endlich „mit allem, was ans Gegebene und Bestehende bindet“! Mit dieser Sezession von einem In-der-Welt-sein, das doch nur ein In-die-Pfuschwelt-hineinverfallen ist, würden wir uns, beteuert er, allererst eigentlich „vereigentlichen“, nämlich wider „die Primärkatastrophe Schöpfung“ endlich wieder damit beginnen, die Psyche, dieses „nicht erhaltenswerte Welt-Selbst“, für das Pneuma, das wir eigentlich sind: den über alles Werden erhaben schwebenden Lichtgeist – zu opfern. Weiterlesen

Kusz und Blues – Sämtlich neue Gedichte des Bayerischen Dialektpreisträgers

Für ihn ist in Nürnberg die ganze Welt daheim, hör- und sichtbar: Fitzgerald Kusz, der Klassiker unter den fränkischen Mundartdichtern, findet die Gedichte auf der Straße, auf den Lippen und in den Köpfen seiner Mitmenschen. Seit Jahrzehnten gehören das Genauhinhören und -hinsehen zu seinem täglichen Handwerk, er spürt dabei das Dialektische des Dialekts, die Kunstfertigkeit des Authentischen und die Doppelbödigkeit der Dinge auf. In seinem neuen Gedichtband Nämberch-Blues, der Experimente mit verschiedenen literarischen Formen und unterschiedlichen Traditionen vereint, beweist er einmal mehr seine unvergleichliche Meisterschaft.

Fitzgerald Kusz
Nämberch-Blues
Gedichte
Klappenbroschur
ca. 128 seiten | 12,4 x 21 cm
ISBN 978-3-86913-878-7
15,00
Erscheinungstermin: August 2017

 

 

 


 

Transformationsdesign und Grosse Transformation

Bernd Sommer / Harald Welzer: „Transformationsdesign – Wege in eine zukunftsfähige Moderne“

Werner Schwarzanger

Design ist Oberflächenneugestaltung. Um das Wirtschaftswachstum anzuregen, gestalten Designer Produkte attraktiver um. Transformationsdesign dagegen will die alltägliche Praxis überhaupt erdverträglich umgestalten. Weiterlesen

„Finde den richtigen Griff“: Gerd Kopps Autobiographie

Edith Förster

„Glück gehabt“ hat Gerhard Kopp, der Gerd, Jahrgang 1951, in seiner Autobiographie als immer wieder auftauchendes Leitmotiv in seinem Leben herausgestellt – eines Lebens, in dem es vor allem nicht um Sicherheit geht, sondern als erstes um die Freiheit, selbstbestimmt und unabhängig sein zu können. Weiterlesen

Chronist der „Mutter aller Festspiele“

Richard-Wagner-Verband

Der langjährige Festspielmitarbeiter Oswald Georg Bauer spricht im VHS-Saal über seine Geschichte der Bayreuther Festspiele

Seine Festspiel-Chronik hat Oswald Georg Bauer unter anderem schon in Island präsentiert. Unser Bild zeigt ihn mit dem isländischen Präsidenten, dem Historiker Gudni Th. Jóhannesson (links) und Selma Gudmundsdóttir (rechts), der Vorsitzenden des isländischen Wagner-Verbands. Foto: Steinunn B. Ragnarsdóttir

Wie schreibt man eine Chronik der Mutter aller Festspiele, die Geschichte der Bayreuther Festspiele? Weiterlesen