Das Wiegenlied meiner Gedanken

Oder …
Wie ein Gedicht entsteht

 

Wenn rennend, hastende Gedanken
Plötzlich wankend stille steh’n,
Sich auf sanfte Töne stützend
Durch Wortgerüste staunend geh’n.

Wenn Denkprozesse innehalten
Und auf den Klang der Seele lauschen,
Worte sich ganz neu gestalten
Und alle Sinne sich berauschen.

Wenn sanfte Töne, wirklich leise
Dringen zu den Worten vor,
Bis ein Wohlklang, eine Weise
Klingt in dir gleich einem Chor.

Wenn nun Worte sich mit Tönen paaren,
Leicht und frei und ungeniert
Und deine Stunden gleichen Jahren
Weil der Geist die Seel berührt.

Wenn dann im Bann der sanften Töne
Gedanken plötzlich Verse sind
Und du verzaubert spürst das Schöne,
Dann ist dein Wort zum Werk bestimmt.

© Cornelia Stößel 2011/Juli
https://schreibwerkstatt-wortwerke.org/

 

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