Wagners „Ring“ und seine Zeitphänomene

Anhand des Themas der Zeit führt Dramaturg Kai Weßler in den Mythos von Richard Wagner ein

Kai Weßler

Wer den „Ring des Nibelungen“ erleben will, der braucht vor allem eines: Zeit. Vier Abende und bei schnellerem Dirigat an die vierzehn Stunden reine Spieldauer umfasst Richard Wagners Tetralogie, in der die Zeit aber auch noch auf ganz andere Weise eine Rolle spielt. Von der Urzeit bis zum Ende der Zeiten erzählt Wagner eine Menschheitstragödie, und er tut dies in einer neuartigen Kompositionsweise, die mit musikalischen Mitteln Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft verknüpft und so für den Hörer die Zeit aufhebt. Anhand des Themas Zeit führt Kai Weßler, Musikdramaturg am Staatstheater Nürnberg, am Dienstag, 9. Januar um 19.30 Uhr im Hotel Bamberger Hof in den Mythos von Richard Wagner ein. Er gibt damit den Auftakt zum mehrjährigen Themenschwerpunkt „Ring“ beim Richard-Wagner-Verband Bamberg. Der Eintritt ist frei, auch Nicht-Mitglieder sind willkommen. Weiterlesen

Autofahrer hatte zu viel getrunken

Ladendiebstähle

  • BAMBERG. In einem Bekleidungsgeschäft in der Bamberger Innenstadt wurde am Donnerstagnachmittag ein 38-jähriger Mann beim Diebstahl einer Winterjacke im Wert von 100 Euro ertappt. Der Langfinger wollte das Diebesgut in einem Rucksack versteckt aus dem Geschäft schmuggeln, wurde aber vom aufmerksamen Personal beobachtet.
  • BAMBERG. Drei Männer im Alter von 28, 30 und 38 Jahren wollten am Spätnachmittag des Donnerstags in einem Supermarkt in der Forchheimer Straße eine Fahrradlampe sowie vier Schachteln Zigaretten im Gesamtwert von knapp 60 Euro stehlen. Sie schirmten sich bei Tatausführung gegenseitig ab, ihr Vorhaben flog aber dennoch auf, weshalb sie sich wegen Ladendiebstahls verantworten müssen.

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Vorsätze …

Zum neuen Jahr, ganz ohne Frage
hört man vielerorts die Sage:
dass manches sich jetzt ändern müsste.

Ich vermeide es beflissen
mit müdem Vorsatz mein Gewissen
zu belasten und zu quälen.

Doch mancher Raucher schmeißt die Kippen
wutentbrannt von hohen Klippen
und hofft das Meer verschlingt die Sucht.

Ein Dicker tönt: jetzt purzeln Pfunde.
Der Säufer lallt, in Stammtischrunde:
ab morgen leb ich endlich ohne.

Der Casanova spricht von Treue,
von Mut und Tapferkeit der Scheue
und schwelgt im Geist bei großen Taten.

Doch kaum hat’s neue Jahr begonnen,
sind erste Vorsätze zerronnen,
die Zweiten hat der Mensch verschoben.

Und nach durchwachten Winter-Nächten
miesen, müden, richtig schlechten,
weil das Gewissen gar so quält,

Der letzte Vorsatz auch noch fällt.

© Cornelia Stößel
https://schreibwerkstatt-wortwerke.org/