Adventliches Barock

Hajo Bläser

Alison Browner, Mezzosopran, und das COLLEGIUM MUSICUM BAMBERG unter Leitung von Gunther Pohl in der Auferstehungskirche Bamberg anlässlich seines Weihnachtskonzertes 2017 am 9. Dezember. Foto: Torge Lars Rosenburg

Bereits am vergangenen Samstag gab das Collegium Musicum ein Konzert in der Auferstehungskirche, die bis auf den letzten Platz besetzt war. Ganz offensichtlich hat es sich inzwischen herumgesprochen, auf welch hohem Niveau in diesem Ensemble musiziert wird. Nicht zuletzt liegt das wohl, neben dem Engagement der hochmotivierten Musiker, auch an der Kontinuität der Arbeit von Gunther Pohl, der seit nunmehr fünf Jahren der künstlerische Leiter des Orchesters ist. Man spürte vom ersten Takt an die harmonische Einheit zwischen Dirigent und Orchester. Pohls formende Zeichengebung, sei es Phrasierung, Linie, Dynamik betreffend, wurde erfreulich unmittelbar von den MusikerInnen aufgenommen und umgesetzt.

Auf dem Programm standen Werke von Johann Sebastian Bach und einigen seiner Zeitgenossen. Von Bach waren, jahreszeitlich passend, u.a. ein Rezitativ und drei Arien aus dem Weihnachtsoratorium zu hören. Uns erfreute dabei, wie schon in der vorausgegangenen Magnificat-Arie, die warme Stimme von Alison Browner – Bamberger Konzertbesuchern nicht unbekannt. Wunderschön und herzerwärmend, wie sie sicher und klar, vom Orchester getragen, in die dunklen Tiefen der Aria Nr. 19 hinabstieg: „Schlafe, mein Liebster, genieße der Ruh’“, gut durchhörbar bis zum tiefen h! In einer anderen Arie, „Schließe, mein Herze“ wurde sie einfühlsam begleitet von den edlen Tönen der Solovioline, gespielt von Walter Forchert, dem ehemaligen langjährigen Konzertmeister der Bamberger Symphoniker.

Hervorzuheben sind aber auch die drei Solobläser dieses an Solisten so reichen Konzerts. Hironaru Saito (Flöte) und Susanne Hofmann (Blockflöte) duettierten im Doppelkonzert

e-moll von Telemann, wobei sich die zwei nur entfernt verwandten Flötentypen klanglich sehr schön mischten und ergänzten. Im Concerto d-moll für Oboe und Orchester von Alessandro Marcello brillierte mit virtuosen Tönen der junge Michael Hertel, der in der letzten Spielzeit Akademist bei den Symphonikern war. Er und Walter Forchert spielten gegen Ende auch noch das Doppelkonzert für Violine, Oboe und Orchester von Bach, mit sehr zügigem Tempo im letzten Satz. Insgesamt eine runde Sache, ein beglückendes Erlebnis!

 

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