Wandertag als Ort der Begegnung

SJR Bamberg

Foto: SJR

Ayat bestreicht vorsichtig mit ihrem Pinsel das Stück Holz, das später einmal die Querstrebe zum selbst gestalteten „Klassenhocker“ werden soll. „Nicht so viel Farbe aufnehmen!“, warnt Selma, Schülerin aus der Erlöserschule, die Ayat gerade kennenlernte. „Wenn du hier noch mit rot weitermalst, sieht das bestimmt toll aus!“ ergänzt Jasy, die ihrerseits aus der Wirtschaftsschule kommt. Im Hintergrund landet Hevar, Schüler einer Flüchtlingsklasse, einen Volltreffer beim Cornhole. „So machst du das!“ behauptet er stolz, während Pietro sein Ziel verfehlt. „7 zu 4“ ruft jemand das Zwischenergebnis aus. Keine 20 Meter weiter ein lautes „Nein“. Iman hat mit einem Fehltritt die Slackline früh verlassen müssen. „Ich versuch’s gleich noch mal, so leicht gebe ich nicht auf!“ Auf der anderen Seite spannt Alessandro die Sehne seines Bogens. „Die Augen beide aufs Ziel richten und die Finger bis an die Nase“, erhält er eine klare Anweisung. Schon landet sein Pfeil auf dem äußeren Rand der Zielscheibe. „Das wird mit zunehmender Dauer schnell besser“, spricht Werner Stein ihm Mut zu. „Gibt’s bald Frühstück?“ wirft Cedrik einen Blick in die Küche, wo fleißige Jungs und Mädchen Brötchen bestreichen und belegen.

Für das bunte Treiben an diesen Tagen im Gemeindehaus St. Josef in der Balthasar-Neumann-Straße sorgt der Stadtjugendring Bamberg. Der Geschäftsführerin Frau Engert-Alt ist es gemeinsam mit den Workshopbegleitern aus verschiedenen Jugendverbänden gelungen, Regelschulklassen und Flüchtlingsklassen am 18. und 19. Juli 2017 in einen gemeinsamen „etwas anderen Wandertag“ zu entführen. „Wir bieten hier ein niederschwelliges Angebot des Aufeinanderzugehens und Kennenlernens, indem wir gemeinsam etwas schaffen oder spielen. Den Schülerinnen und Schülern fällt es im Spiel oder in der gestellten Aufgabe leicht, miteinander ins Gespräch zu kommen.“ Herr Wachter, Lehrkraft der Flüchtlingsklasse aus der Erlöserschule, lobt die Angebote der Jugendarbeit: „Ich finde gut, wie hier auf die Jugendlichen eingegangen wird, Ängste abgebaut und Talente geweckt werden!“ Herr Weihmann, seinerseits Lehrer der achten Klasse aus der Hugo-von-Trimbergschule, beobachtet mit einem kleinen Schmunzeln, wie leicht oder aber auch schwer sich seine Schülerinnen und Schüler bei den gestellten Aufgaben tun.

Am anderen Tag bringen Frau Kemmer (Erlöserschule) und Frau Amann (Wirtschaftsschule) ihre siebten Klassen mit zum Wandertag ins Gemeindehaus St. Josef. Die Workshopleiter/-innen haben auch für sie das volle Programm mitgebracht. Maria Burgis (TSG) bietet Slackline und Seilakrobatik an, Werner Stein (BDKJ-Dynamo’ Infoladen) sorgt für das Bogenschießen, Lisa Bertuzzi (Bund Naturschutz) führt durch den Hain mit allen Sinnen, Hanne Engert-Alt (Stadtjugendring) begleitet das Stuhlbemalen, die Sanitäterinnen des Jugendrotkreuzes Notfall- und Erste-Hilfe-Maßnahmen vor. Ein kurzfristiger Ausfall des Küchenpersonals wird gekonnt mithilfe von Frau Kemmer aufgefangen. „Jeder Workshop muss von Schülerinnen und Schülern beider Klassen besucht werden. Damit ermöglichen wir die gewünschte Begegnung!“ erklärt Engert-Alt. „Die Anmeldungen dazu nehmen wir bereits im Vorfeld auf und sorgen für eine möglichst ausgeglichene Struktur.“ Den Schulen entstehen für dieses Angebot aus der Jugendarbeit keine Kosten. Für eine gute Vorbereitung und einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgt der Stadtjugendring bereits im Vorfeld

Foto: SJR

Die positive Resonanz bei den Lehrkräften und Schülern lässt den Wunsch aufkommen, dass es im kommenden Jahr nicht nur zu zwei sondern mindestens zu drei Wandertagen zwei Wochen vor Schuljahresende 2018 kommen soll. Informationen dazu gibt es von der Geschäftsstelle des SJR Bamberg (Lange Straße 2, Email: stadtjugendring-bamberg@t-online.de, Tel: 09519685653).

 

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