Der kleine Zauberer

Abraxas heißt der Zaubermeister,
Der beschwört die guten Geister.
Heute sollten sie ihm dienen.
Doch sie sind noch nicht erschienen.
Langsam wird er ärgerlich
Und auch etwas quergelich.
Zerknittert dann vor lauter Wut
Seinen großen Zauberhut.

Steigert sich hinein in Zorn.
Greift zum Stab aus Büffelhorn.
Jetzt steht er stramm und murmelt endlich,
Wenn auch für jeden unverständlich,
Beschwörend wilde Zauberworte.
Da öffnet sich die Hexenpforte
Und Oberhexe Ruth-Mathilde
Ruft: „Ich bin nicht ganz im Bilde!
Was hat dich so in Wut versetzt?“
Abraxas ruft: „Es ist verhext!
Dämonen, Drachen und Konsorten
Fliegt her zu mir durch Zauberpforten!“
Ruth-Mathilde lächelt weise:
„Die sind weit weg auf Urlaubsreise.“
Abraxas lässt die Arme sinken.
Die Hexe gibt ihm Tee zu trinken.
Da schläft der Zaubermeister ein
Und träumt vom Hexen-Honig-Wein.

Cornelia Stößel, 2015

 

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