Sandkerwa. Die Schlacht um die Deutungshoheit

Redaktion

Im freien Fall. Foto: Erich Weiß

Ausdrücklich wurde Diskretion verabredet. Doch die Berichterstattung und deren Terminierung ist ein Affront gegenüber dem Bürgerverein. Oberbürgermeister Starke braucht für seine Task Force keine Armada. Ihm genügt eine Plaudertasche in den eigenen Reihen.

Verfolgen wir den Verlauf der Berichterstattung zum gestrigen Abend:

Die offiziellen Stellungnahmen sind nahezu wortgleich (Sandkerwa in heikler Mission: Diskretion ist verabredet), im Abstand von 27 Minuten verschickt, wobei die Stadt Bamberg (22:25 Uhr) dem Bürgerverein (21:58 Uhr) nach außen hin dem Bürgerverein den Vortritt gelassen hat. Doch nur nach außen hin.

Zu diesem Zeitpunkt war der Beitrag auf infranken Was wird aus der Sandkerwa in Bamberg? Trotz Rettungskonzept hält die Unsicherheit an schon fast 90 Minuten online. Dort standen bereits um 20:21 Uhr Details, die dem Oberbürgermeister schmeicheln – und nur ihm: Er sei „mit einem Rettungskonzept in die Besprechung gegangen … Er soll bis zuletzt optimistisch gewesen sein, die Großveranstaltung auch für dieses Jahr sichern zu können. Sein erklärtes Ziel ist es, ein langfristiges Konzept für die Durchführung der Kerwa zu entwickeln.“ 

Die Plaudertasche aus dem Rathaus

Diese PR-Arbeit mag das angekratzte Image des Rathauschefs polieren, doch schadet sie dem weiteren Verlauf. Der Bürgerverein hat keine – vom Steuerzahler bezahlte – Pressestelle. Er wird dieses Durchstecken von Informationen sehr genau registrieren. Eine manipulative Plaudertasche dürfte er am Verhandlungstisch nicht noch mal dulden. Wenn er dort überhaupt noch einmal Platz nimmt.

 

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