Mondstück

Der Mann vom Mond macht seine Runde.
Genießt es dort allein zu sein.
Da sieht er zu der Abendstunde
Ein tiefes Loch im Mondgestein.
Er reibt die Augen, blickt verdattert
Und kann’s nicht glauben was er sieht.
Da hat ein Frechling sich ergattert
Ein Stück vom Mond, welch dreister Dieb!
Der Mann vom Mond, er rennt erzürnt
Von Nord nach Süd und Ost und West.
Doch leider ist der Wicht getürmt.
Zurück der nur ein Fähnchen lässt.
Das flattert kühn auf dem Trabanten
Zu zeigen wer hier einmal war.
Zu zeigen Menschen, Anverwandten,
Oder grünen Männchen gar:
Ich war der erste, der sich nahm
Ein Stück vom Mond –
Und ich entkam!

Cornelia Stößel, 2016

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