Dr. Bettina Wagner wird neue Leiterin der Staatsbibliothek Bamberg

Bayerische Staatsbibliothek
Dr. Bettina Wagner. Foto: Bayerische Staatsbibliothek

Dr. Bettina Wagner. Foto: Bayerische Staatsbibliothek

Dr. Bettina Wagner, Leiterin des Referats Handschriftenerschließungszentrum und Inkunabelsammlung an der Bayerischen Staatsbibliothek in München, wird ab 1. Oktober 2016 neue Direktorin der Staatsbibliothek Bamberg. Sie folgt Prof. Dr. Werner Taegert, der dieses Amt seit 2006 innehatte.

Bettina Wagner studierte Germanistik, Romanistik und Mittellatein an den Universitäten Würzburg und Oxford. 1994 wurde sie in Würzburg mit einer Dissertation über einen mittelalterlichen Text („Epistola presbiteri Johannis“) promoviert. Von 1992 bis 1996 war sie an einem Projekt zur Erschließung der Inkunabelsammlung der Bodleian Library, University of Oxford, tätig.

Die ausgebildete Bibliothekarin im höheren Dienst ist seit 1998 in der Bayerischen Staatsbibliothek München beschäftigt. In den Jahren 2002/2003 war sie an die Deutsche Forschungsgemeinschaft in Bonn abgeordnet und dort im Bereich Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme tätig. Seit 2005 ist sie Leiterin des Referats „Handschriftenerschließungszentrum und Inkunabelsammlung“ in der Abteilung für Handschriften und Alte Drucke der Bayerischen Staatsbibliothek.

In ihrer Funktion initiierte und leitete sie zahlreiche Drittmittelprojekte zur Erschließung und Digitalisierung von Handschriften und Alten Drucken. Daneben erarbeitete sie mehrere von Katalogen begleitete Ausstellungen und organisierte international ausgerichtete wissenschaftliche Tagungen. Ihre Publikationsliste insbesondere zu buch- und bibliothekswissenschaftlichen Themen ist umfangreich.

Seit vielen Jahren übt Bettina Wagner Lehrtätigkeiten in den Bereichen Germanistik und Mittellatein an den Universitäten Würzburg, Oxford, Erlangen-Nürnberg und München aus. An der Bayerischen Bibliotheksakademie unterrichtet sie das Fach Buchgeschichte. Seit 2002 ist sie Fachreferentin für die elektronische Rezensionszeitschrift „IASLonline“ und seit Kurzem Mitherausgeberin des „Mittellateinischen Jahrbuchs“.

Bettina Wagner, die auch familiär eng mit Bamberg verbunden ist, freut sich auf die Rückkehr nach Franken: „Es ist ein besonderes Privileg, in einer der schönsten Städte Deutschlands leben und arbeiten zu können und die herausragenden Bestände der Staatsbibliothek Bamberg einem breiten Publikum im In- und Ausland zu vermitteln.“

Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek: „Ich freue mich, mit Dr. Bettina Wagner eine hervorragende Bibliothekarin und Wissenschaftlerin als Direktorin der Staatsbibliothek Bamberg begrüßen zu dürfen, insbesondere da sie dadurch der Bayerischen Staatsbibliothek verbunden bleibt.“

Die Bayerische Staatsbibliothek, gegründet 1558 durch Herzog Albrecht V., genießt als internationale Forschungsbibliothek Weltrang. Mit mehr als 10,3 Millionen Bänden, rund 59.000 laufenden Zeitschriften in elektronischer und gedruckter Form und knapp 131.000 Handschriften gehört die Bibliothek zu den bedeutendsten Wissenszentren und Gedächtnisinstitutionen der Welt. Mit 1,2 Millionen digitalisierten Werken verfügt die Bayerische Staatsbibliothek über den größten digitalen Datenbestand aller deutschen Bibliotheken. Die Bibliothek bietet vielfältige Dienste im Bereich innovativer digitaler Nutzungsszenarien an.

 

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