Die neue „Inselrundschau“

 Redaktion

Mit einem bunten Blumenstrauß in thematischer Hinsicht präsentiert sich die neue Inselrundschau (hier pdf).

inselrundschau mai 2014Die Vereinszeitung des Bürgervereins Bamberg Mitte wächst – nicht nur an Mitgliedern, sondern auch in thematischer Hinsicht. Grundsätzliche Überlegungen hinsichtlich des Aufgabenfeldes eines Bürgervereins stellt der stellvertetende Vorsitzende Reiner Dietz an, wägt das Gemeinwohl mit den Bedürfnissen Einzelner ab, stellt die Möglichkeit der Moderation am Beispiel des „Quartiers an der Stadtmauer“ vor: Dieses brisante Thema packte der Bürgerverein Bamberg Mitte an mit einem Sonderheft der Inselrundschauan, lud alle an diesem komplexen städtischen Großprojekt Beteiligte an einen Tisch bzw. mit einem Beitrag in ihr Heft ein (als Download unter www.bvm-bamberg.de). Dieses praktizierte und ausgewogene Bürgerengagement diente der Transparenz einer scheinbar verfahrenen Situation. Bedauerlicherweise wird dieses Heft – obgleich ein eigener Aufsatz des städtischen Planungsamtes enthalten ist – von städtischer Seite offiziell ignoriert. Weder im stadteigenen Rathaus-Journal noch in der hiesigen Print-Tagespresse fand man es bislang einer Zeile wert – dafür ist es als Exponat in die Ausstellung „Jüdisches in Bamberg“ gewandert. Nach hinlänglichen Überlegungen, zahlreichen Diskussionen und Nutzung interdisziplinärer Fachkompetenz Stellung zu beziehen, sieht Dietz ebenfalls als eine Aufgabe des Bürgervereins. Als Beispiel führt er die Diskussion um „Lärm in der Innenstadt“ an: Erneut wurde ein breites Feld von Akteuren versammelt, um eine bei der Universität Bamberg in Auftrag gegebene Untersuchung aussagekräftig und relevant zu gestalten – man darf auf das Ergebnis gespannt sein. Das oben erwähnte Sonderheft jedenfalls kann in seiner Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden, führte es doch zu einem nachhaltigen Sinneswandel hinsichtlich der Bebauung im Quartier.

Ebenjenes Thema ist erneut präsent mit einem Beitrag des Historischen Vereins zu den ehemaligen jüdischen Bewohnern. Des Weiteren kommt die Leiterin des Zentrum Welterbe, Frau Dr. Patricia Alberth, in einem Interview zu Wort – eine kompetente Fachfrau für das Querschnittsthema Welterbe. Unter der Rubrik „Häuser auf der Insel“ wird Hainstraße 1–3 vorgestellt, der Verlust der prächtigen Jugendstilvilla und der Erinnerungen an ein buntes Vereinsleben flammt schmerzlich auf. Die Erfolgsgeschichte der Bamberger Kulturtafel darf sich der Bürgerverein mit seinem finanziellen und ideellen Engagement mit auf die Fahne schreiben, ebenso wie die Zeitreise im FLG. Besonderes Augenmerk sei auf das Mahnmal zur Thematik der Hexenverfolgung gelenkt, dessen Errichtung mit dem vorgeschalteten Künstlerwettbewerb ebenfalls auf den Bürgerverein zurückgeht. Im neuen Heft ist die neue Mann- und Frauschaft des Vereins vorgestellt, der bunte Blumenstrauß der Veranstaltungen möge als Anreiz zur Mitgliedschaft dienen. Empfehlung der Bamberger Online Zeitung!

_____________________

Lesetipp WeBZet und Inselrundschau: »Profiteure sind nur die Veranstalter« /

Masterplan Innenstadt: Bürgerbeteiligung erwünscht oder nicht?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.