Lesetipp Kontext:Wochenzeitung: kritische Parallelen der Citymanager Stuttgart-Bamberg

 Redaktion

Der Blick über den Tellerrand soll ja bisweilen zu einem Aha-Erlebnis führen. Daher möchten wir erneut den Blick nach Stuttgart und zur Kontext:Wochenzeitung lenken. Schon einmal haben wir sie empfohlen Bahn und Politik – ein Lesetipp Kontext:Wochenzeitung. Nun ist dort ein interessanter Beitrag „Der doppelte Pfeifer“ zu lesen, vom langjährigen CIS Citymanager und SPD-Stadtrat Hans H. Pfeifer.

Besonders interessant schienen uns die Parallelen zum hiesigen Citymanager Klaus Stieringer – nicht nur die Tatsache, dass beide in einem Büro mit der Adresse „Königstraße“ residieren – nein, auch beider Verquickung des wirtschaftlichen Interessenvertreters und Mandatsträgers: „An der Doppelrolle, die er als hauptamtlicher Geschäftsführer der City-Initiative Stuttgart (CIS) und als Mandatsträger seither spielt, störte sich im größten Rathaus des Landes erstaunlicherweise kaum jemand.“ Ebenso in Bamberg scheint das wenigen aufzustoßen, auch nicht, nachdem Stieringer, damals noch Bamberger Realist, öffentliche Gelder aus dem Kulturhaushalt für die beiden Großereignisse „Bamberg zaubert“ und „Tuchers Jazz- und Bluesfest“ beantragte. Nach unserem ersten Bericht Steht dem Stadtmarketing Kulturförderung zu? wandelte Stieringer seinen Antrag auf Unterstützung des privatwirtschaftlich cofinanzierte, letzterem Fest in eine Ausfallbürgschaft: Stadtmarketing schlüpft unter den Rettungsschirm.

Befangenheit in politischen Entscheidungen sind die Folge.

Der Autor der Kontext:Wochenzeitung beobachtet eine „eigenartige Verflechtungen zwischen Stadt und Wirtschaft“, die auch in Bamberg zu beobachten sind. Auch hier sind Stadt Bamberg und deren Töchter (Stadtbau und Stadtwerke) Mitglied im Verein Stadtmarketing und finanzieren somit auf mehrfache Weise den Verein mit. Wenn tatsächlich Klaus Stieringer im Gespräch für den Rathaus-Posten als Wirtschaftsreferent gehandelt wird (Lesetipp: WebZet “Wer wird was kaputt machen?” / Er wird’s, er wird’s nicht), nimmt er seine Interesssenvertretung in ein öffentliches, dem Gemeinwohl verpflichteten Amt mit. Grundsätzlich sollte man davon ausgehen dürfen, dass an einen Wirtschaftsreferenten ein erweitertes Anforderungsprofil gestellt werden darf, als an einen Citymanager.

Ein Gedanke zu „Lesetipp Kontext:Wochenzeitung: kritische Parallelen der Citymanager Stuttgart-Bamberg

  1. Es ist zum Heulen. Der Bamberger Klüngel arbeitet so verzahnt, dass es einem außenstehenden Beobachter den Magen umdreht. Zu sehen ist dies auch bei der Eventdebatte, in der sich in großem Stile v.a. die Profiteure von KS und Stadtmarketing lauthals gegen Andersdenkende äußern (siehe v.a. Facebook und diverse andere Webportale).

    KS als Wirtschaftsreferent?
    Wenn er selbst immer das Wohl der Stadt in den Vordergrund stellt, sollte er eine Kandidatur für den Posten schleunigst zurückstellen. Oder den Posten des Stadtmarketingchefs räumen.

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