Abschied von bahnparalleler Innenstadttangente nehmen

Mit 40 Mio Euro zu aufwändig und zu teuer – GAL will Blick für Alternativen öffnen 

Pressemitteilung der GAL

„Den Tatsachen ins Auge sehen und umdenken“, das fordert GAL-Stadtrat Peter Gack in Bezug auf die bahnparallele Innenstadttangente, die seit Jahrzehnten als quasi-visionäre Planung durch die Bamberger Verkehrspolitik geistert und ebenso lange ergebnislos ihrer Realisierung harrt.

Mit den neuen Plänen für den viergleisigen Ausbau der ICE- und Güterverkehrsstrecke der Bahn und einem neu aufgelegten Planfeststellungsverfahren könnte sich nun als Ergebnis ein Abschied ergeben. Denn heute liegen neue Voraussetzungen vor, die zumindest nach Einschätzung der Bamberger Grünen „alles ändern“.

Sollte nach den bisherigen Plänen die bahnparallele Innenstadttangente noch zwischen Nürnberger Straße und den Bahngleisen verlaufen, ist dies jetzt nicht mehr möglich. Stattdessen müsste eine neue Unterführung auf die Ostseite der Bahnstrecke gebaut werden – und zwar auf Kosten der Stadt. „Erste grobe Schätzungen gehen von 40 Mio Baukosten für die Tangente aus“, berichtet Gack, „das können wir angesichts der demnächst von der Stadt zu leistenden Aufgaben – von Konversion, über Schulhaussanierung, Bahnhofsvorplatz bis hin zu den Brose-Vereinbarungen – nicht stemmen.“

Die Grünen wollen deshalb „den Blick für Alternativen öffnen“ und dies im Stadtrat diskutieren. Und sie bringen sogleich einen „alten, aber trotzdem nach wie vor brauchbaren“ Vorschlag aus ihrem eigenen verkehrspolitischen Fundus wieder aufs Tapet. Der Nord-Süd-Verkehr soll über Pfisterbergbrücke und Starkenfeldstraße stadtauswärts zum Berliner Ring geführt werden. Ideenlieferant Peter Gack: „Diese Straßen sind bereits aufnahmefähig und teilweise vierspurig ausgebaut. Es müsste nur noch die Pfisterbergbrücke ertüchtigt und der dortige Knotenpunkt leistungsfähig angepasst werden.“ Einen entsprechenden Prüfantrag an die Stadt hat die GAL gestellt.

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