Heraklit aus Ephesos

Für verrückt würde man den halten, der, wenn er in den Kot
getreten ist, versuchen würde, den Kot mit Kot abzuwaschen.
Oder der sich von einer Blutschuld reinigen will, indem er
neues Blut vergießt.
Ist nicht einer, der zu einer Götterfigur betet, wie jemand, der
sich mit einem Haus unterhalten wollte?
Esel ziehen Häckerling dem Golde vor.
So wie: Schweine erfreuen sich am Dreck, Geflügel badet in
Staub und Asche.
Die Epheser sollten sich alle aufhängen und ihre Stadt den
Nicht-Mannbaren überlassen, weil sie den Hermodoros verbannt haben.
Gäbe es keine Sonne, wäre es trotz all der anderen Gestirne
Nacht.
Aber dass man nicht zweimal in denselben Fluß steigen könne?
Ein Augusto Monterrose behauptet, man könne, wenn der Fluß
nur langsam genug fließt und man ein Fahrrad hat oder ein
Pferd, durchaus zweimal, sogar dreimal, je nach den
hygienischen Bedürfnissen, im selben Fluß baden.
„Alles fließt“ – „Wie das? Auch der Himmel, auch die Berge,
auch der Philosoph selber?“ fragt ziemlich frech Niklas
Luhmann.
Oder nach Mark Rowlands: H., ein Verrückter, aber harmlos.
Wie Mark Rowlands eben auch.

Rudolf Sünkel

Heimische Wildorchideen: Frauenschuh

Pimpinella Dotterweich

Frauenschuh. Foto: kve

Lange haben wir ihn vergeblich gesucht: den Gelben Frauenschuh (Cypripedium calceolus) – eine seltene und nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützte Kesselfallenblume. Insekten geraten durch das Loch an der Labellumbasis in den Kessel, dessen glatte Wände ein einfaches Entkommen verhindern. Dort finden die unfreiwilligen Gäste eiweiß- und zuckerhaltige Futterhaare, die sie abweiden. Weiterlesen

Pre-Opening nur für Dauerkartenbesitzer: „Spieglein, Spieglein an der Wand. Die Rosenschau.“

Pressemitteilung der LGS

Sprechen wir über die Rose, so verwenden wir Attribute wie die „königliche“, die „edle“ oder gar die „majestätische“. Wie auch immer die Rose näher beschrieben wird, fest steht, dass sie von vielen geliebt wird. Weiterlesen